Achtung, Achtung! Einsatz für die Jugendfeuerwehr Leeheim!

Am 22./23. September 2017 durften die Jugendlichen der Leeheimer Feuerwehr 24 Stunden lang beweisen, was sie bisher gelernt haben. Auch eher ungewöhnliche Themen standen auf dem Programm.

Los ging es freitags um 17 Uhr mit dem Ankommen und Einrichten im Feuerwehrhaus, denn für die nächsten Stunden war hier das Zuhause der Jugendlichen. Voller Vorfreude und Anspannung wurden die Feldbetten bezogen, bevor es mit Theorie weiterging.

Um 19 Uhr gab es den ersten Einsatz. In der Bergfeldstraße war es zu einem Arbeitsunfall gekommen, so dass eine Person vom Garagendach gerettet werden musste und ein Trupp musste sich durch die verqualmte Garage kämpfen und eine weitere Person retten.
Etliche Zuschauer konnten sich von den Fähigkeiten der Jugendwehr überzeugen und in etlichen Augen kleinerer Jungs und Mädchen konnte man den Wunsch sehen auch endlich in die Jugendfeuerwehr gehen zu dürfen.

Doch an Schlaf war erstmal nicht zu denken, denn gegen 22 Uhr wurde ein Feuer bei den Wassersteinen gemeldet. Mit dem HLF und dem MTF ging es zur Einsatzstelle und schon von weitem konnte man den Feuerschein sehen. Dort angekommen wurde die Wasserversorgung von einem Feldbrunnen aus aufgebaut und mit 2 C-Rohren wurde der Brand bekämpft.

Wie schon in früheren Jahren wollten auch bei dieser 24-Stunden-Übung die Jugendlichen nicht ins Bett. So waren alle noch wach, als in der Nähe des Friedhofs eine Person vermisst wurde. Mit Handlampen ausgestattet wurde die Person gesucht, die glücklicherweise auch gefunden wurde.

Danach kehrte im Feuerwehrhaus endlich Nachtruhe ein. Doch wirklich viel Schlaf gab es nicht. Denn um 6 Uhr gab es den nächsten Alarm. An der Maschinenhalle gab es eine größere Ölspur. Da es noch dunkel war, musste Licht aufgebaut werden und die Ölspur musste mit Ölbindemittel, Besen und Schippe beseitigt werden.

Kaum war das Frühstück rum, gab es den nächsten Alarm: In der Riedhäußerhofstraße wurde ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gemeldet. Mit dem HLF und MTF ging es zum Einsatzort, wo Sicherungsmaßnahmen getroffen wurden und sofort kümmerte sich ein Trupp um die eingeklemmte
Person. Nachdem diese gerettet war, durften die Jugendlichen zusammen mit den Betreuern auch mal selbst die Rettungsschere benutzen. Da merkt man schnell wie schwer das ist.

Wie bei der Berufsfeuerwehr wird die einsatzfreie Zeit für Pflege der Gerätschaften genutzt. So wurden auf dem Hof des Feuerwehrhauses die Fahrzeuge gereinigt und im Haus wurde aufgeräumt.
      
Um 15 Uhr gab es eine große Abschlussübung aller Riedstädter Jugendfeuerwehren. Auf der Kompostierungsanlage haben die Erfelder Kameraden einige Brandstellen vorbereitet. Der ELW1 alarmierte nach und nach die einzelnen Jugendwehren, die - an der Kompostierungsanlage angekommen -
die Wasserversorgung aufbaute und mit den Löscharbeiten anfingen. Gegen 16 Uhr war auch dieser Einsatz zu Ende und der lange Tag klang bei Currywurst und Pommes im Erfelder Feuerwehrhaus aus.

Übermüdet aber glücklich ging es dann nach Hause. Alle waren sich einig, dass es richtig viel Spaß gemacht hat.

Die Jugendfeuerwehr bedankt sich bei allen Helfern, denn ohne die Hilfe wäre es nicht möglich so eine 24-Stunden durchzuführen. Danke!
    
An alle Jugendlichen ab 10 Jahren: Auch ihr könnt zu uns kommen. Wir üben jeden Freitag ab 18 Uhr im Feuerwehrhaus.