Freiwillige Feuerwehr Riedstadt

Gemeinsame Übung der Stadtteilfeuerwehren Goddelau und Wolfskehlen

Donnerstagabend, ein Lkw mit heikler Ladung steht auf einem Parkplatz im Gewerbegebiet Goddelau. Bei Verladearbeiten wurde ein Fass mit Gefahrgut beschädigt und muss fachgerecht gegen weiteren Austritt gesichert und anschließend geborgen werden. Das bedeutet den Einsatz der Stadtteilfeuerwehren Goddelau und Wolfskehlen, die für solche Einsätze speziell ausgebildet sind.

In kürzester Zeit gehen die ersten Kameraden unter Atemschutz in Chemikalienschutzanzügen (CSA) auf Erkundung um sich ein Bild über die Lage zu machen. Ihre ebenfalls unter Atemschutz eingesetzten Kollegen schlagen entstehende Dämpfe mittels feinstem Wassernebel nieder. Benötigen sie Geräte für ihre Arbeit, müssen sie an die Absperrgrenze um von einem Trupp die gewünschten Geräte gereicht zu bekommen.

Im Hintergrund wird bereits der Dekontaminationsplatz (Dekon-Platz) aufgebaut, welcher zur Reinigung der zurückkommenden Einsatzkräfte dient. An dieser Schleuse werden die Einsatzkräfte nach getaner Arbeit von weiteren Kräften erwartet, ausgerüstet mit einer Filtermaske, Gummistiefeln, Handschuhen und Schürze. Sie werden noch im CSA Anzug einzeln abgeduscht und mit Bürsten von den gefährlichen Stoffen gereinigt. Danach wird der Anzug unter genauen Vorgaben ausgezogen. Das der Anzug nur auf der Innenseite angefasst wird ist nur eine davon.

Geübt wurde auch die Abfrage von elektronischen Ladepapieren.

Seit ein paar Jahren können Speditionen Ladepapiere statt in Papierform auch rein elektronisch auf einen Scanner mitführen. In diesen Fällen müssen, wegen eines möglichen Defekts des Scanners, alle aktuellen Ladepapiere zentral in einer Datenbank in einem Rechenzentrum gespeichert werden.

Für die Feuerwehr bedeutet dies, dass bei der Erkundung nicht nur nach Ladepapieren im Fahrerhaus gesucht werden muss. Stattdessen kann es sein, dass die Ladepapiere auf einen elektronischen Scanner erst abgefragt werden müssen. Ist dieser defekt, können die Ladepapiere über eine zentrale Notrufnummer, die gut sichtbar an genormten Stellen des LKWs angebracht sein muss, abgefragt werden. Die Abfrage erfolgt durch den Einsatzleitwagen (ELW 1) der Feuerwehr Riedstadt über die Leitstelle in Groß-Gerau.

Nur die Leitstelle in Groß-Gerau ist berechtigt, solche Abfragen durch zu führen. Die Übermittlung der Ladepapiere erfolgt dann per eMail an den ELW 1. Deshalb wird auf dem ELW 1 auch eine entsprechende IT Ausstattung vorgehalten, für deren Bedienung die Besatzung des Fahrzeugs, neben der normalen Feuerwehrausbildung, entsprechend geschult ist und regelmäßige Fortbildungen absolvieren muss.

Wenn die Ladepapiere auf dem ELW 1 ausgedruckt wurden, kann der Fachberater Gefahrgut der Feuerwehr Riedstadt den Einsatzleiter, unter zu Hilfenahme entsprechender Fachliteratur, über das richtige Vorgehen und die Beständigkeit der eigenen Ausrüstung gegen den austretenden Gefahrstoff beraten.

Verfasser: Anna Steinike / FF Goddelau

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