24h Übung der Jugendfeuerwehr Wolfskehlen

Am Samstag den 29.10.2011 versammelten sich 13 Jugendliche der Jugendwehr mit ihren Betreuern um in den nächsten 24Stunden einen sogenannten Berufsfeuerwehrtag zu verleben. Der Jugendwehrschulungsraum wurde zum Schlafsaal umgewandelt. Danach wurden die Jugendlichen den Fahrzeugen und ihren Positionen zugeteilt. Während der theoretischen Ausbildung in Gerätekunde ertönte der Gong für den ersten Einsatz, welcher uns nach Leeheim an die Sport u. Kulturhalle führte. Gemeinsam mit der Leeheimer Jugendwehr löschte man den Brand dieser Halle. Zurück im Gerätehaus wurden Vorbereitungen für das Mittagessen getroffen. Während dieser ertönte der nächste Gong für einen weiteren Einsatz. Gemeldet war uns eine Rauchentwicklung mit unklarer Herkunft in die Kleinstraße. Nachdem die Gruppenführer der beiden Einsatzfahrzeuge das Anwesen gründlich erkundet hatten, dabei aber keinen Rauch entdeckten, wurde dieser Einsatz als Fehlalarm eingestuft und die Rückfahrt angeordnet. Anschließend ließ man sich den in den Morgenstunden zubereiten Nudelsalat und die Würstchen vom Grill schmecken. Bis zur gemeinsamen Großübung vertrieben sich die Jugendlichen die Zeit am Tischkicker. Nach dem Eintreffen der Jugendfeuerwehr aus Leeheim, Goddelau und Crumstadt begaben sich die Jugendwarte zur Objektbegehung. Der Sirenalarm war dann das Startsignal für die Übung an der Grundschule Wolfskehlen. Zwei Wehren fuhren über die Groß-Gerauer Straße, zwei weitere über die Raiffeisenstraße an das Objekt um dieses zu löschen. Insgesamt waren 14 CM-Stahlrohre im Einsatz, wodurch sich eine Abgabemenge von 1400 L. pro Minute ergab. Anschließend gab es für alle Beteiligten im Wolfskehler Gerätehaus gegrillte Würstchen mit Brötchen und Getränke. Alle Verantwortlichen waren mit der Übung zufrieden, Stadträtin Erika Zettel lobte die Jugendlichen für ihr Engagement. Auch bedauerte sie dass die Jugendfeuerwehr aus Erfelden sich nicht an dieser Übung beteiligte. Für die Jugendfeuerwehren Crumstadt, Goddelau und Leeheim endete nun der Berufsfeuerwehrtag, während Wolfskehlen noch weitere 19 Stunden vor sich hatte. Nach dem Aufräumen der Fahrzeughalle wurde auf dem angrenzenden Bolzplatz Fußball gespielt. Anschließend stand theoretische Ausbildung in Erster Hilfe auf dem Dienstplan. Nach einer Schulstunde eine kurze Pause. Aber nicht für unsere Jugendfeuerwehr, denn schon ertönte ein weiteres Mal der Gong zum nächsten Einsatz. Dieses Mal waren es Äste auf der Straße am Kirchplatz, welche eventuell mit der Motorkettensäge hätten beseitigt werden müssen. Da es schon dunkel war gehörte das Ausleuchten der Einsatzstelle auch zu den Aufgaben der Crew. Wieder im Gerätehaus bereiteten die Betreuer das Abendessen vor während sich die Kids weiter dem Thema Erste Hilfe widmeten. Gerade waren die Ersten dabei sich die Teller zu füllen oder auch ins Würstchen zu beißen, da ertönte erneut der Gong zum Einsatz. Fahrzeuge besetzen und los geht’s, dieses mal zu einem Verkehrsunfall auf dem Feldweg zwischen der B44 /26 . Zwei Traktoren waren an einer Kreuzung ineinander gefahren. Drei Personen waren eingeklemmt, Rauch stieg auf und Betriebsstoffe liefen aus. Nachdem der Rauch niedergeschlagen war, wurden die Dummys patientenschonend  gerettet, die auslaufenden Betriebsstoffe aufgefangen und die Leck´s abgedichtet. Endlich konnte man das Abendessen verzehren. Anschließend machten alle eine Nachtwanderung um sich dann bei einem Film zu entspannen. Doch noch war es nicht so weit, denn schon kurz nach Mitternacht ertönte ein weiteres Mal der Gong für einen Einsatz. Dieses Mal war ein Strohballen an der Maschinenhalle des Boden-u. Beregnungsverbandes in Brand geraten. Nach ca. 45 Min. hatten die Jugenfeuerwehrleute den Brand gelöscht. Zurück im Gerätehaus, wollten alle nur noch Schlafen. Aus diesem Schlaf wurden sie am Sonntagmorgen um 5:45 Uhr mit einem weiteren Gong geweckt. Einsatzstichwort war Baum auf Person. Nach Rückkehr ins Gerätehaus bereitete  man das Frühstück vor und verspeiste dieses auch ohne Unterbrechung. Schlafsäcke zusammen packen, ein bisschen aufräumen und schon ertönte ein letztes Mal der Gong. Am Marktplatz war aus ungeklärter Ursache eine Person von einem Anhänger überrollt worden. Aus diesem trat eine unbekannte Flüssigkeit aus. Angriffstrupp mit Chemieschutzanzügen und mit Atemschutz ausrüsten, Gefahrenbereich absperren, Einsatzstelle sichern, Personen retten, Gefahrenstoffe aufnehmen und Leckage abdichten. Dabei den Brandschutz nicht vergessen. An all das muss ein Gruppenführer denken und seine Mannschaft einteilen. Auch mit diesem Übungsverlauf waren die Verantwortlichen zufrieden. Also hieß es aufsitzen und zurück zur Unterkunft. Fahrzeuge wieder Einsatz bereit machen und Gerätehaus besenrein übergeben. Nach 27 Stunden war dann auch für die Jugendfeuerwehr Wolfskehlen der Berufsfeuerwehrtag zu Ende.

  • Unterweisung in die Technische Hilfeleistung
  • Wasserringmonitor